Liquidation ist der Prozess, in dem U.S. Customs and Border Protection die endgültige Entscheidung über den korrekten Zollsatz, den Zollwert und die anwendbaren Gebühren für eine Einfuhranmeldung trifft. Bis eine Einfuhr liquidiert ist, gelten die bei der Einfuhr gezahlten Zölle als vorläufig. Nach der Liquidation sind die Zölle endgültig festgesetzt – und CBP erstattet Überzahlungen oder stellt dem Importeur Unterzahlungen in Rechnung.

Warum ACE für Importeure wichtig ist

Viele Importeure gehen davon aus, dass die Transaktion abgeschlossen ist, sobald ihre Waren die Zollabfertigung durchlaufen haben und die Zölle bezahlt sind. Das ist nicht der Fall. CBP hat bis zu 314 Tage ab dem Datum der Einfuhr Zeit für die Liquidation; in diesem Zeitraum kann CBP Ihr Produkt neu klassifizieren, den Zollwert neu bewerten oder zusätzliche Zölle anwenden. Stellt CBP fest, dass zu wenig Zoll gezahlt wurde, erhalten Sie eine Rechnung über die Differenz – zuzüglich möglicher Zinsen und Strafen.

Die Liquidation löst zudem gesetzliche Fristen aus. Sobald eine Einfuhr liquidiert ist, haben Sie 180 Tage Zeit, Einspruch einzulegen, wenn Sie die Feststellung von CBP für falsch halten. Verstreicht diese Frist, wird die Liquidation endgültig und ist nicht mehr anfechtbar.

Wichtige Details

Zollanpassungen und Rückerstattungen

Liquidiert CBP eine Einfuhr zu einem höheren Zollsatz als ursprünglich angemeldet, gilt die Differenz als „Zollanpassung“ und führt zu einer Rechnung an den Importeur. Ergibt die Liquidation einen niedrigeren Satz, erhält der Importeur eine Rückerstattung. Beide Fälle zeigen, wie wichtig eine korrekte Klassifizierung und Bewertung bereits bei der Einfuhr ist — Fehler in beide Richtungen schaffen finanzielle Risiken.

Für weitere Informationen darüber, wie der Zollanmeldeprozess von der Einreichung bis zur Liquidation funktioniert, besuchen Sie unsere Zollabwicklungsdienste Seite.