Die FDA hat die Zulassung von FD&C Rote Nr. 3 in Lebensmitteln am 15. Januar 2025 widerrufen. Hersteller, die den Farbstoff in Lebensmitteln verwenden, haben bis zum 15. Januar 2027 Zeit zur Reformulierung. Die FDA hat außerdem ausdrücklich erklärt, dass in die Vereinigten Staaten importierte Lebensmittel die US-Anforderungen erfüllen müssen, selbst wenn das Ausfuhrland den Farbstoff weiterhin zulässt. Für Importeure ist Rote Nr. 3 damit bereits jetzt ein Thema des Lieferantenmanagements, nicht erst Ende 2026 ein Etikettierungsproblem.
Im Juli 2025 erhöhte die FDA den Druck, indem sie Hersteller aufforderte, den Ausstieg vor der Frist 2027 zu beschleunigen. Separat verfolgt die FDA inzwischen öffentlich Branchenzusagen, andere zertifizierte Farbstoffe innerhalb von Zeitplänen zu entfernen, die häufig bis Ende 2027 reichen. Entscheidend ist die Abgrenzung: Für Rote Nr. 3 wurde die Zulassung widerrufen, und es gilt eine feste Frist für Lebensmittel; viele weitergehende Änderungen bei Farbstoffen beruhen dagegen weiterhin auf einer Mischung aus behördlichem Druck und Branchenzusagen und haben nicht denselben rechtlichen Status.
Was Importeure jetzt tun sollten
Die praktische Frage lautet nicht: Weiß mein Lieferant von Rote Nr. 3? Entscheidend ist vielmehr: Welche SKUs enthalten den Farbstoff noch, ab wann gilt die konforme Reformulierung des jeweiligen Lieferanten, und wann werden alte Etiketten nicht mehr in die USA versendet?
Für die meisten Importeure gliedert sich die Arbeit in vier Phasen.
Phase 1: Zutatenkartierung
Erfassen Sie jede SKU, die in die USA versendet werden könnte und FD&C Rote Nr. 3, Erythrosin oder eine lieferantenspezifische gleichwertige Bezeichnung enthalten kann. Tun Sie dies auf Formulierungsebene, nicht nur auf Markenebene. Eine Private-Label-Linie kann mehrere Rezepturen in unterschiedlichen Ländern oder Werken umfassen. Der Grund für diesen Startpunkt ist einfach: Importierte Lebensmittel erhalten keine zusätzliche Übergangszeit.
Phase 2: Lieferantenverpflichtung
Holen Sie von jedem Lieferanten eine schriftliche Bestätigung zu drei Punkten ein: reformulierte Zutatenliste, erstes konformes Produktionsdatum und letztes nicht konformes Versanddatum für den US-Handel. Die FDA hat Unternehmen öffentlich aufgefordert, früher als zum gesetzlichen Stichtag auszusteigen. Importeure sollten ihren internen Zeitplan daher möglichst nicht am allerletzten Tag ausrichten.
Phase 3: Etikettenumstellung
Ändert sich die Rezeptur, muss sich auch das Etikett ändern. Das bedeutet überarbeitete Zutatenangaben, aktualisierte Freigabenachweise und einen kontrollierten Plan für den Abbau alter Verpackungen, damit Ende 2026 keine nicht konformen Bestände weiterhin in die USA versendet werden. Der FDA-Rahmen für Lebensmittelkennzeichnung gilt für importierte ebenso wie für inländische Lebensmittel.
Phase 4: Disziplin bei Eintragsdaten
Bis zum 4. Quartal 2026 sollten Ihre Zoll- und Regulierungsteams jede in die USA versandte Sendung, die Rote Nr. 3 enthält, als aktiven Eskalationsfall behandeln. Das Risiko besteht nicht nur in schlechter Außenwirkung. Das Risiko besteht darin, dass ein Produkt nach Fristablauf mit einer Rezeptur in den USA ankommt, die in Lebensmitteln nicht mehr rechtmäßig verwendet werden darf.
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